Beispiele für ehrenamtliche Arbeit vor Ort

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Elf Seiten pro Widerspruch
Corinna Schreibner ist Mitglied im Widerspruchsausschuss der Deutschen Rentenversicherung Bund. Dreimal im Monat geht sie zu einer Sitzung. Dort diskutiert sie mit den anderen ehrenamtlichen Ausschussmitgliedern über abgelehnte Anträge, etwa auf eine Kur oder eine Erwerbsminderungsrente. Rund 30 Fälle werden jeweils diskutiert, pro Fall muss sie vorher etwa elf Seiten Akten studieren. All das macht Corinna Schreibner neben ihrer Arbeit als Sozialversicherungsangestellte und der Familienarbeit.

Rat für die Rente
Etwa 30 Menschen hilft Dieter Mügge jeden Monat. Viele kommen zu ihm nach Hause. Manchmal macht er auch Hausbesuche. Zahlen muss man dafür nicht: Dieter Mügge ist einer von 2600 ehrenamtlichen Versichertenberatern in Deutschland. Bei den Beratungen geht es meist darum, wie man einen Antrag stellt und mit welchem man schon früher in Rente gehen kann als vorgesehen.

Engagement für Menschen mit Diabetes
Seit 1992 ist Karla Hasenauer Mitglied im Verwaltungsrat – dem Parlament – der Techniker Krankenkasse und setzt sich besonders für Menschen mit Diabetes ein. Der ehrenamtlichen Selbstverwalterin geht es darum, dass Patienten von ihrer Kasse gut beraten werden und ihnen die optimalen Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen.

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Zuschüsse für Reiseschutzimpfungen ermöglichen
Dieter Schröder hat beruflich „Menschen geführt und Projekte vorangetrieben“. Heute stellt er seine Erfahrung ehrenamtlich der Selbstverwaltung zur Verfügung als Vorsitzender des Verwaltungsrates der DAK-Gesundheit. Er hat Spaß daran, mitzugestalten. So war er zum Beispiel beteiligt bei der Entscheidung, Reiseschutzimpfungen zu bezuschussen. „Gerade für junge Leute mit kleinem Reisebudget ist das wichtig, damit sie gesund aus dem Urlaub zurückkehren“, so Schröder.

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Gesundheitsversorgung geschlechtsspezifisch gestalten
Ulrike Hauffe war als ehemalige Bremer Landesfrauenbeauftragte und Diplom-Psychologin schon lange vor ihrer ersten Sozialwahl 2005 als ausgewiesene Expertin für Frauengesundheit und Frauengesundheitspolitik bekannt. „Ich habe schnell gemerkt, dass ich mich in der Selbstverwaltung im Sinne eines Aufsichtsrates sehr gut einbringen kann“, sagt sie und betont, dass es immer um die gesundheitliche Versorgung von Männern und Frauen und nicht einfach nur von Versicherten gehe. „Als stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates bringe ich diese Themen auf die Tagesordnung, weil ich meine, wir als Krankenkasse müssen uns dazu positionieren und können etwas bewegen“, erklärt Hauffe.

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