Sozialwahl

Die Sozialwahl bezeichnet in Deutschland die Wahl zu den Selbstverwaltungsorganen der gesetzlichen Sozialversicherungsträger. Sie findet alle sechs Jahre bei allen Trägern der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Unfallversicherung statt. Grundsätzlich sieht der Gesetzgeber eine Wahl mit Wahlhandlung (Urwahl) vor, bei der die Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben können. Alternativ ist allerdings auch eine Wahl ohne Wahlhandlung möglich.

In Urwahlen werden 2017 vornehmlich die Vertreterversammlungen bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Deutschen Rentenversicherung Saarland sowie die Verwaltungsräte bei den Ersatzkassen BARMER, TK, DAK-Gesundheit, KKH und hkk neu gewählt. Vertreterversammlung und Verwaltungsrat sind die wichtigsten Gremien der sozialen Selbstverwaltung. Nach der Bundestagswahl und Europawahl ist die Sozialwahl mit über 51 Millionen Wahlberechtigten die drittgrößte Wahl in Deutschland. Zum ersten Mal wurde die Sozialwahl 1953 durchgeführt, 2017 findet sie zum zwölften Mal statt.