Zuversichtlich in einen neuen Lebensabschnitt

Wer davon spricht, dass er in Rente gehen will, meint damit seine Altersrente. Was viele aber nicht wissen: Es gibt verschiedene Altersrenten mit unterschiedlichen Zugangsbedingungen. Je nachdem, welchen beruflichen Lebensweg Sie zurückgelegt haben, passt die eine oder andere der Varianten besser für Sie. Die Rentenversicherung berät Sie kostenlos zu diesen Fragen – vor Ort helfen Ihnen außerdem ehrenamtliche Versichertenberaterinnen und -berater. Die „Helfer in der Nachbarschaft“ unterstützen Sie vor allem bei Anträgen.

„Wann kann ich denn in Rente gehen?“ Diese Frage hört Dieter Mügge häufig. Mügge ist einer von über 2.600 ehrenamtlichen Versichertenberatern der Selbstverwaltung bei der Deutschen Rentenversicherung Bund. Er berät Versicherte und Rentner kostenlos in seiner Nachbarschaft zu allen Fragen der gesetzlichen Rentenversicherung. „Seit dem 23. Dezember 2013 bin ich ehrenamtlich dabei“, sagt Mügge und lacht: „Meine erste Terminanfrage lag dann schon unterm Weihnachtsbaum.“

Die meisten beschäftigen sich leider erst mit der Rente, wenn es soweit ist.

Dieter Mügge

Persönliche Beratung vor Ort

„Die Versicherten, die zu uns kommen, haben viele Fragen. Sie brauchen Ruhe und müssen erstmal reden“, sagt Mügge. Wie stelle ich einen Antrag? Wie lange muss ich arbeiten, und kann ich vielleicht schon früher in Rente gehen? Die Antworten auf diese Fragen liegen nicht immer auf der Hand, denn kein Erwerbsleben verläuft wie das andere. Bis zu 30 Versicherte berät Dieter Mügge im Monat – bei sich zu Hause in Berlin Britz oder regelmäßig auf Sprechtagen. „Die meisten beschäftigen sich leider erst mit der Rente, wenn es soweit ist“, sagt er. „Aber dann bin ich für sie da.“ Wenn es sein muss, kommen die Versichertenberater auch zu den Versicherten und Rentnern nach Hause. Diese Hausbesuche sind ein besonderes Angebot für jene, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Wohnung nicht verlassen können. Das kostet die Versicherten nichts, selbst dann nicht, wenn der Berater in einem komplizierten Fall mehrfach kommen muss, bis der Antrag fertig ist.

Lösungen finden

Kathlen Schumann (Bild: Deutsche Rentenversicherung Bund)

Auch Kathlen Schumann kommt schon mal persönlich zur Beratung vorbei. Die meiste Zeit aber arbeitet die Erfurterin von zu Hause aus. In schwierigen Fällen kann eine Beratung schon mal zwei Stunden dauern. Die Empfehlung, sich für das Ehrenamt zu bewerben, kam von ihrer Mutter. Seit 2011 ist Schumann leidenschaftlich dabei – da war sie Mitte 20. Kathlen Schumann berät zu allgemeinen Fragen der Rente, sie hilft bei Rentenanträgen und bei Kontoklärungen, also bei der lückenlosen Aufstellung des Versicherungsverlaufs. „Hilfe ist wichtig“, findet sie. Und die Beratung ende erst, „wenn alles stimmig und in der Tüte ist“.

Bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit können sich die Versichertenberater auf die Unterstützung durch die Deutsche Rentenversicherung verlassen. Dort kümmern sich die Mitarbeiter im Büro der Selbstverwaltung um organisatorische Fragen, um Material und um regelmäßige Schulungen, damit die Ehrenamtlichen immer auf den neuesten Stand sind. Und sie begleiten Interessierte auch auf dem Weg ins Ehrenamt.

Lobbyisten für die Interessen der Versicherten

Shutterstock / racorn

Über all das hinaus sind die Versichertenberater eine wichtige Verbindung zwischen Versicherten und Selbstverwaltung. Die Fragen, mit denen die Berater täglich konfrontiert sind, ergeben ein gutes Bild der Anliegen der Versicherten. Über die Selbstverwaltung finden diese Interessen dann Niederschlag in den Entscheidungen zur Rente innerhalb der Sozialversicherung. Versichertenberater werden im Jahr der Sozialwahl von der Vertreterversammlung für eine sechsjährige Amtszeit gewählt.