Ein normales Leben leben – trotz chronischer Erkrankung

Die Versorgung und Behandlungsmethoden für Diabetes, im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt, haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert – und für die Betroffenen stark verbessert. Individuelle Herangehensweisen in der Therapie berücksichtigen die Lebenssituation und Bedürfnisse der jeweiligen Betroffenen. Die Krankenkassen und die Selbstverwaltung arbeiten Hand in Hand für eine bestmögliche Versorgung von Menschen mit Diabetes. Deutschlandweit – in Ihrer Nähe.

Dank meines neuen Messgerätes kann ich mittlerweile kontinuierlich meinen Blutzuckerspiegel überwachen und die Werte jederzeit abrufen.

Andre Niedermeier

„Dank meines neuen Messgerätes kann ich mittlerweile kontinuierlich meinen Blutzuckerspiegel überwachen und die Werte jederzeit abrufen.“ André Niedermeier, ein 27-jähriger Erzieher aus Elmshorn, empfindet diese neuartige Methode wie viele Betroffene als große Erleichterung. „So entfällt für mich das schmerzhafte und oft auch nicht so zuverlässige Blutabnehmen am Finger. Das hat meinen Alltag sehr erleichtert und ich kann auch problemlos regelmäßig Sport treiben“, sagt Herr Niedermeier. Er kann sich noch gut an die Anfangszeit nach der Diagnose erinnern, als ihn die Sorge umtrieb, ob ein normales Leben – ohne große Einschränkungen – mit Diabetes überhaupt noch möglich ist", erläutert André Niemeier.

Diabetes Typ 1 und Typ 2

Bei Diabetes wird zwischen Typ 1 und Typ 2 unterschieden: Typ 1 der Erkrankung tritt häufig bereits im jüngerem Lebensalter auf. Der Mangel am körpereigenen Hormon Insulin führt dazu, dass Betroffene Insulin spritzen müssen. Bei Typ 2 Diabetes entwickelt sich lebensstilbedingt eine Insulinresistenz, die zu erhöhten Blutzuckerwerten führt.

Menschen mit Typ-1-Diabetes sind ihr Leben lang darauf angewiesen Insulin zu spritzen. Die erste und wichtigste Zielsetzung der Therapie des Typ-2-Diabetes besteht darin, durch Bewegung und einer Ernährungsumstellung ein Fortschreiten zu verhindern - damit es gar nicht erst zu Einschränkungen der Lebensqualität kommt. Durch eine engmaschige Betreuung von Diabetikern können Folgeerkrankungen beispielsweise an Herz, Blutgefäßen, Augen, Nieren, Nerven oder Füßen vermieden werden. Bei Diabetes beider Typen ist auch der Patient gefragt. Es gilt, einen aufmerksamen Umgang mit sich und seinem Körper zu entwickeln, Medikamente regelmäßig einzunehmen und geeignete Ernährungsregeln aufzustellen.

Über die medizinische Versorgung hinaus werden durch die Krankenkassen umfangreiche Leistungen angeboten, die stetig weiter ausgebaut und dem neuesten Stand aktueller Forschung angepasst werden. Auch André Niedermeier konnte davon profitieren und fühlt sich mit seiner chronischen Erkrankung nicht allein gelassen: „Ich habe seit 2012 Typ-1-Diabetes und finde es beachtlich, wie vielfältig und individuell die Leistungen der Krankenkassen für Diabetiker sind. Das reicht von der Beratung bis zu Bonusprogrammen, die Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen unterstützen und motivieren, auch mit Diabetes ein gesundes Leben zu führen.“

Arztgespräch

Chronisch Kranke werden in Deutschland nicht im Stich gelassen. Mithilfe des Chronikerprogramms erlernt der Patient, die für ihn wichtigen Versorgungsmaßnahmen in sein Leben zu integrieren - ein solides Fundament, an dem sich der Patient dauerhaft orientieren kann.

Dass chronisch Kranke gut versorgt sind, ist auch Mitverdienst der Selbstverwaltung. Denn Selbstverwalter gestalten die Rahmenbedingungen dafür mit. Sie setzen sich dafür ein, dass der medizinische Fortschritt auch den Chronikern zugute kommt, etwa in Zusatzleistungen, und kämpfen dafür, dass erfolgreich erprobte Zusatzleistungen später auch in die Regelversorgung übernommen werden.

So können heute beispielsweise insulinpflichtige Diabetiker bei entsprechender Indikation neuartige Messgeräte beantragen – für die Betroffenen, insbesondere für Kinder, ein enorme Entlastung.

Mit Ihrer Stimme bei der Sozialwahl unterstützen Sie die Selbstverwaltung in ihrer Arbeit. Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Position der Selbstverwaltung.