Starke Stimme, starker Rückhalt

Cord Peter Lubinski, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Bund (Bild: Bildarchiv DRV Bund, Terbach)

Ein Gespräch mit Cord Peter Lubinski, Alternierender Vorstandsvorsitzender für die Gruppe der Versicherten bei der Deutschen Rentenversicherung Bund

Sie bezeichnen die Arbeit der Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter als „bürgerschaftliches Engagement“ – was meinen Sie damit?

In der Selbstverwaltung nehmen Bürger als Versicherte und Arbeitgeber ihre Belange selbst in die Hand. Dabei geht es immer auch um ein sehr persönliches Engagement. Wenn sich zum Beispiel 2.600 ehrenamtliche Versichertenberaterinnen und -berater Woche für Woche um die Sorgen und Fragen von Versicherten in ihrer Nachbarschaft kümmern, dann ist das eine starke Form gelebter Demokratie.

Welche Rolle spielt der Entscheidungsspielraum der Selbstverwaltung?

Ich trete seit Jahren dafür ein, dass die Deutsche Rentenversicherung Bund Entscheidungsspielräume erhält. Mehr Subsidiarität – also die eigenverantwortliche Übernahme sozialer Aufgaben anstelle des Staates – das ist mir wichtig. Damit, da sind wir uns sicher, werden wir auch den Interessen der Versicherten noch besser dienen können.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat den zweitgrößten Haushalt in diesem Land. Welche Rolle hat da die Selbstverwaltung?

Das Budgetrecht liegt allein bei uns, der Selbstverwaltung! Der Haushalt der Deutschen Rentenversicherung Bund wird von der Selbstverwaltung beschlossen und bedarf nicht der Genehmigung durch die Bundesregierung. Die Selbstverwaltung prüft darüber hinaus alljährlich, ob die Ausgaben der Deutschen Rentenversicherung Bund ordnungsgemäß getätigt wurden.

Worin liegt nun der Rückhalt der Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter in der Politik?

Die Selbstverwaltung gibt der Rentenversicherung auch eine starke Stimme. Die Selbstverwaltung bringt im Vorfeld gesetzlicher Neuregelungen die Sicht der Betroffenen in die politischen Entscheidungsprozesse mit ein.