Das rote Rechteck

Das rote Rechteck

Das rote Rechteck in deinem Briefkasten ist der sichere Boden unter deinen Füßen, ist die schützende Hand über Deinem Leben, ist der Fallschirm, der sich über Dir aufwölbt und Dich abfängt im Sturz.

Antworten kommt von Verantwortung.

Das rote Rechteck in deinem Briefkasten ist die Tasche eines Notarztes im Einsatz, ist das Rezept auf dem Tresen einer Apotheke, ist die Packung jeden Medikaments, das Du bekommst, wenn es drauf ankommt.

Das rote Rechteck in deinem Briefkasten ist ein Ziegel dieses Daches, das uns abdeckt, ist der Backstein im Fundament, auf das wir uns verlassen, ist das Gesetzbuch, das dafür sorgt, das für alle gesorgt ist.

Das rote Rechteck in deinem Briefkasten ist der Rahmen für dein Selbstbild, ist die Leinwand für deine kontrastreiche Zukunft, ist dein Fenster mit Ausblick auf einen Lebensabend, den Du genießen kannst.

Das rote Rechteck in deinem Briefkasten ist der Hocker, auf dem Du verdient die Füße hochlegst, ist dein Kontoauszug am Ende eines Arbeitslebens, ist jeder Schein, den Du jetzt schon für Dich und für andere bezahlst.

Das rote Rechteck in deinem Briefkasten ist der Marker, mit dem Du korrigierst, ist der breite Balken des Ausrufezeichens hinter deinen Forderungen, ist dein Fingerzeig auf wunde Punkte, die es dringend zu behandeln gilt.

Das rote Rechteck in deinem Briefkasten ist die Fernbedienung mit der Du sitzend entscheidest, ist eine Wegbeschreibung wie Du laufend mitgestaltest, ist dein Ticket für eine Reise, bei der das Ziel vielleicht feststeht, aber Du die Route bestimmst.

Das rote Rechteck in deinem Briefkasten ist eine offene Tür zum Verhandlungsraum, ist dein Namensschild am runden Tisch, ist deine Einladung, Politik zu machen, ohne Politikerin zu sein, zu den da oben zu gehören und trotzdem Du zu bleiben.

Das rote Rechteck in deinem Briefkasten ist ein ehrliches Angebot, ist ein ermutigender Aufruf, ist eine offene Frage an Dich: Was willst Du?

Das rote Rechteck in deinem Briefkasten ist dein Kuvert für die Sozialwahl 2017. Nimm`s in die Hand und antworte mit Deiner Stimme.

Text: Franziska Holzheimer