2017 ist Sozialwahljahr – Die Selbstverwaltung vertritt die Interessen der Beitragszahler

Cord Peter Lubinski (Bild: Bildarchiv DRV Bund, Terbach)

Cord Peter Lubinski, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Bund

Mehr als 30 Millionen Versicherte, Rentnerinnen und Rentner haben bei der Sozialwahl 2017 die Gelegenheit, die Zukunft der Rentenversicherung für die nächsten sechs Jahre aktiv mitzugestalten. Sie können die „Parlamente“ der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Deutschen Rentenversicherung Saarland neu wählen: kompetente Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich engagieren und gegenüber Politik und Gesetzgeber die Interessen der Solidargemeinschaft vertreten. In diesen Parlamenten entscheiden Versicherte, Rentner und Arbeitgeber gemeinsam über die wichtigsten Fragen - wie der zweitgrößte Haushalt Deutschlands eingesetzt wird und wie sich die Rentenversicherung personell und organisatorisch aufstellt. Außerdem legen die Parlamente die Voraussetzungen und den Umfang der Rehabilitationsleistungen fest. Nach außen vertritt die Selbstverwaltung die Interessen der Beitragszahler, Rentnerinnen und Rentner. Sie gibt der Rentenversicherung eine Stimme gegenüber der Politik. Und die Selbstverwaltung ist nah an den Menschen. Bundesweit engagieren sich mehrere tausend ehrenamtliche Selbstverwalter als Versichertenberaterinnen und -berater vor Ort und in Widerspruchsausschüssen.

Uwe Klemens, Verbandsvorsitzender der Selbstverwaltung des vdek (Bild: GKV-Spitzenverband, Andrea Katheder)

Uwe Klemens, Vorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Bei der Sozialwahl 2017 können mehr als 21 Millionen Mitglieder der BARMER, TK, DAK-Gesundheit, KKH, und hkk ihre Vertreter in die Parlamente der Ersatzkassen wählen. Sie entscheiden im Auftrag der Mitglieder über die wichtigsten Fragen. Das ist der Grundgedanke von Selbstverwaltung: Diejenigen, die Beiträge zahlen und Leistungen erhalten, bestimmen gemeinsam über deren Ausgestaltung. Die Arbeit in der Selbstverwaltung der Sozialversicherung ist dabei ehrenamtlich. Das heißt, für die Selbstverwalter gibt es kein anderes Interesse als das der Versicherten.Die Selbstverwalter wollen die bestmögliche Versorgung für die Versicherten, damit die Leistungen der Kassen den ärztlichen und medizinischen Fortschritt widerspiegeln. Und die Selbstverwalter wollen, dass das Gesundheitssystem weiterhin bezahlbar bleibt; denn sie vertreten genauso die Beitragszahler wie auch die Leistungsbezieher.