Vorteil Selbstverwaltung: Erfahrungsberichte von Versicherten

Über 51 Millionen Wahlberechtigte bestimmen bei der Sozialwahl darüber, wie sich die Selbstverwaltung bei den Sozialversicherungsträgern zusammensetzt. Selbstverwaltung heißt, dass die Versicherten selbst Einfluss auf ihre Angelegenheiten nehmen: Sie treffen wichtige strukturelle Entscheidungen selbst ─ nicht der Staat.

Selbstverwalter kümmern sich auch um Hilfestellungen im Einzelfall. Persönlich und vor Ort. Versicherte berichten, wie sie konkret von dem ehrenamtlichen Engagement der Selbstverwalter profitieren konnten:

Profilbild Monika Grundmann

Die Selbstverwaltung berät persönlich – Beispiel: Beratung zur Rente

„Vor vier Jahren bin ich das Thema Rente mit dem Wunsch angegangen, auch diesen Lebensabschnitt positiv und intensiv zu leben. Da war es toll, bei der Beantragung einen Versichertenberater an der Seite zu haben, dem meine Familie und ich seit Jahren freundschaftlich verbunden sind. Er ist in unserem Wohnviertel für viele meiner Generation der Ansprechpartner, wenn es um Rente geht. Bei ihm merkt man: Da kommt jemand, der Zeit hat und meine Lebensumstände kennt. Wir haben uns nur einmal im Juni für den Antrag getroffen und im Oktober stand die Ampel auf Grün für meine Rente.“

Monika Grundmann, Jahrgang 1952
Kaufmännische Angestellte im Ruhestand

Profilbild Angelika Biessei

Die Selbstverwaltung berät persönlich – Beispiel: Beratung zur Rente

„Mit 63 Jahren habe ich Krebs bekommen und musste mich deshalb orientieren. Dafür habe ich schnelle und unkomplizierte Unterstützung von einem Versichertenberater aus der Nachbarschaft erhalten. Ich bin mehrmals zu ihm gefahren. Nun will ich über das so genannte Hamburger Modell für zehn Monate zurück in meinen Beruf. Ich möchte vor meiner Altersrente noch einmal sehen, was ich leisten kann. Diese wichtigen Fragen zur Rente kann ich mit meinem Versichertenberater ganz in Ruhe Schritt für Schritt besprechen und planen, wofür ich sehr dankbar bin.“

Angelika Biessei, Jahrgang 1952
Verwaltungsangestellte in einem Seniorenzentrum

Profilbild Dennis Fergland

Die Selbstverwaltung setzt auf Prävention – Beispiel: Angebote für Studierende

„Als Sportpädagoge finde ich es genial, dass Krankenkassen auch sportmedizinische Untersuchungen als Satzungsleistungen bezahlen. Für mich ist sowieso der gesamte Präventivbereich wichtig. Bei Studenten zum Beispiel hat sich da viel getan. Durch die Umstellung auf Bachelor und Master hat sich Studieren grundsätzlich verändert. Wir haben eine große Klagewelle, weil sich Studierende überlastet fühlen – und das schon in sehr jungen Jahren. Das zeigt sich auch gesundheitlich. Und da tun Krankenkassen heute eine Menge, um aktive und gesunde Lebensstile zu unterstützen – von der Sportmedizin über Entspannungstechniken bis zur psychotherapeutischen Hilfe.“

Dennis Fergland, Jahrgang 1981
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Paderborn im Bereich Sportpädagogik

Profilbild Tatjana Suhrbier

Die Selbstverwaltung hat alle Generationen im Blick – Beispiel: Beratung nach einer Geburt

„Als Mutter zweier Kinder ist es mir wichtig, dass mich meine Krankenkasse mit Rat und Tat unterstützt. Das war zum Beispiel bei meinem jüngsten Sohn so. Der hatte in der Schwangerschaft im Bauch aufrecht gelegen und konnte nach der Geburt seinen Kopf zur einen Seite nicht richtig drehen. Bei ihm hat dann eine osteopathische Behandlung – eine Satzungsleistung – optimal geholfen. Da hat sich gezeigt, wie wichtig die Erstberatung direkt nach der Geburt ist. Ich finde es wichtig, dass meine Krankenkasse Eltern auch auf die regulären Untersuchungen aufmerksam macht und die erste so wichtige Zeit mit guten Broschüren begleitet.“

Tatjana Suhrbier, Jahrgang 1972
Assistentin der Geschäftsführung einer Management Holding

Profilbild Diana Wirtz

Die Selbstverwaltung sorgt für zeitgemäße Versorgungsleistungen – Beispiel: ambulante Eingriffe

„Früher hatte ich ständig Erkältungen mit Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Außerdem war ich eine Schnarcherin. Mein Arzt hat mir dann geraten, die Nasescheidewand ambulant operieren zu lassen. Mir geht es um Gründlichkeit, aber auch darum, dass es zügig geht, weil ich ungern im Krankenhaus liege. Beides hat dann geklappt: Morgens sind wir in die Klinik gefahren, nachmittags war ich wieder zu Hause und nach zwei Wochen konnte ich wieder arbeiten. Der ambulante Eingriff war im Spezialistennetzwerk meiner Krankenkasse möglich. Für solche modernen Angebote macht sich die Selbstverwaltung stark. Das habe ich im Gespräch mit meiner Krankenkasse erfahren.“

Diana Wirtz, Jahrgang 1977
Einzelhandelskauffrau