Thomas Kruck-Paulussen

Thomas Kruck-Paulussen (Bild: BARMER)
  • Mitglied des Verwaltungsrates der BARMER für die Gruppe der Arbeitgeber (zuvor Mitglied in der Selbstverwaltung der Deutschen BKK)
  • Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Finanzen bei der BARMER
  • Stellvertretendes Mitglied in der Mitgliederversammlung des Verbandes der Ersatzkassen e.V. (vdek)

»Wir teilen das Know-how in betrieblichem Gesundheitsmanagement«

Durch die Fusion von BARMER GEK mit der Deutschen BKK zum 1. Januar 2017 kam auch die Expertise in betrieblichem Gesundheitsmanagement der Selbstverwalter bedeutender Dax-Unternehmen wie der Deutsche Post DHL Group in die BARMER. Thomas Kruck-Paulussen ist einer dieser Selbstverwalter. Wie können Postzusteller vor Ort bei ihrer schweren Arbeit durch eine Rückenschule unterstützt werden oder wie erhalten Azubis die richtigen Turnschuhe, um Haltungsschäden zu vermeiden? Es sind Fragen wie diese, für die der studierte Geisteswissenschaftler Kruck-Paulussen ebenso konkrete Lösungen gefunden hat, wie für die effiziente Finanzierung umfänglicher Programme und Services der Gesundheitsvorsorge für die rund 200.000 Beschäftigten der Deutschen Post DHL in Deutschland. Der Selbstverwalter ist dort als Abteilungsleiter für Personalkosten zuständig – offiziell heißt das im internationalen Logistikkonzern: Vice President Federal Obligations + Health Insurance.

„Wir teilen das Know-how in betrieblichem Gesundheitsmanagement“, sagt Kruck-Paulussen, der sich bei der BARMER und bei der Postbeamtenkrankenkasse für die Arbeitgeberseite als Verwaltungsratsmitglied engagiert. Als Personaler hat er die gesundheitliche Vorsorge und Absicherung von Beamten und Angestellten bei der Deutschen Post DHL gleichermaßen im Blick. „Sachgerecht und direkt managen und aus dem Verwaltungsrat heraus steuern“ – so klingt es, wenn Kruck-Paulussen über seine Erfahrungen als Verwaltungsratsvorsitzender bei der Deutschen BKK spricht. „Prävention und betriebliches Gesundheitsmanagement – das ist das Interesse, was uns als Arbeitgeber besonders motiviert, uns aktiv in der Selbstverwaltung zu beteiligen“, sagt Kruck-Paulussen. Das bedeutet: Es geht um Programme und Leistungen, die auf die besondere Arbeitsbelastung der Versicherten eingehen, sie direkt in der Gesundheitsvorsorge unterstützen und auch für berufsspezifische Versorgungsleistungen sorgen. Bedenkt man, dass in der ehemaligen Deutschen BKK namhafte DAX-Unternehmen –  von der  Deutschen Telekom über die Deutsche Post DHL bis zu VW und Henkel – vertreten waren, kann man sich vorstellen, was da an Know-how zusammenkommt. Darauf weist Kruck-Paulussen immer wieder hin. „Das bringen wir ein in die BARMER“, sagt der Selbstverwalter.

Als Beispiele betrieblichen Gesundheitsmanagements nennt Kruck Paulussen Projekte im Bereich Zusteller, bei der die BARMER die Deutsche Post DHL unterstützt. Es geht um „alles, was Heben und Tragen angeht, auch Ergonomie. Ein Kooperationsprojekt bestand darin, unsere Auszubildenden mit Turnschuhen auszustatten, die zusammen mit einem bekannten Sportartikelhersteller entwickelt wurden“, berichtet Kruck-Paulussen. Viele Maßnahmen würden gemeinsam mit der Krankenkasse entwickelt, auch wenn ein Großteil durch das Unternehmen finanziert werde. So entstehe ein Mehrwert für beide Seiten. „It‘s people‘s business“, so sein Credo. Wir setzen daher auf die aktive Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bieten ihnen eine sichere Arbeitsumgebung. So sorgen wir für eine leistungsfähige und motivierte Belegschaft und stärken damit unsere Wettbewerbsfähigkeit.

„Wir achten natürlich darauf, dass unsere Mitarbeiter gegenüber den gesundheitlichen Risiken abgesichert sind“, so Kruck-Paulussen. Dafür sei es wichtig, Personal- und Sachkosten im Blick zu haben. „Auch für die Versicherten ist ein strukturiertes Gesundheitsmanagement interessant. Effizienz, Prozessoptimierung etc. – das gilt es auch in der Krankenversicherung sicherzustellen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Finanzausschusses bei der BARMER.

Warum engagiert sich nun ein Manager, der für 200.000 Mitarbeiter Verantwortung trägt, ehrenamtlich bei der BARMER und dem Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)? „Es ist die Leidenschaft für das Thema. Ich finde das ganze Thema Gesundheit und Gesundheitspolitik wahnsinnig spannend. Ich lerne gern und bei diesem Thema lernt man immer dazu“, sagt Kruck-Paulussen. Die Deutsche Post DHL unterstützt ihn in seinem Engagement. Daher möchte er auch dem Unternehmen etwas dafür zurückzugeben. Und das scheint so zu funktionieren: immer mehr lernen und dieses Know-how teilen - und das reicht von ergonomischen Turnschuhen bis zum Haushaltsplan.