Infobüro Sozialwahl
  • Alternierender Vorsitzender des Vorstandes für die Gruppe der Versicherten bei der Deutschen Rentenversicherung Saarland

Man muss mitkriegen, wo den Menschen der Schuh drückt

Dass immer mehr Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter Armut droht – das treibt den gelernten Starkstromelektriker und IG-Metaller Robert Hiry um. Soziale Gerechtigkeit, das ist das Erste, was Hiry nennt, wenn man ihn nach seiner Motivation fragt. Das gilt für seine Arbeit als 1. Bevollmächtigter der IG Metall am traditionsreichen Standort Völklingen ebenso wie für sein ehrenamtliches Engagement für die Deutsche Rentenversicherung Saarland. Seit 31 Jahren ist er hier unermüdlich aktiv. „Mich interessiert, in erster Linie nicht die Aktenlage, sondern wie die Menschen leben“, sagt der erfahrene Selbstverwalter. Über die Jahre ist er Versicherten, Rentnerinnen und Rentnern in verschiedenen Funktionen begegnet. Zum Beispiel hat er als Mitglied im Widerspruchsausschuss über die Widersprüche im Einzelfall mitentschieden und als Versichertenältester vor Ort beraten. „Die Arbeit macht mir Spaß, weil man die Menschen auch trifft, die bei der Deutschen Rentenversicherung Saarland ihre Beiträge einzahlen oder eingezahlt haben. Da bekommt man schon mit, wo den Leuten der Schuh eigentlich drückt und welche Möglichkeiten sie nicht wahrnehmen, weil sie es einfach nicht wissen“, sagt Hiry. „Etwas im Sinne der Versicherten bewegen“ – bis heute geht es Hiry darum. Damit man den engen gesetzlichen Rahmen, den die Politik der Sozialverwaltung durch die Sozialgesetzgebung setzt, mit Leben füllen kann, muss man „den Menschen in den Vordergrund rücken und die richtigen Fragen stellen“, sagt Hiry. In der Arbeitspraxis der Selbstverwaltung geht es dann zum Beispiel ganz konkret darum, was Wechselschichtdienst für einen übergewichtigen Menschen bedeutet oder ob ein Kind bei einer Reha-Maßnahme die Betreuung eines Elternteils braucht. So war Hiry nicht umsonst auch viele Jahre Mitglied der Vertreterversammlung und der Satzungskommission, um im Interesse der Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Saarland mit zu entscheiden. Er hat den engen Bezug zu den Versicherten und auch den Versichertenältesten nicht verloren, auch wenn er heute als alternierender Vorsitzender für die Versichertenseite im Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Saarland auf der Führungsebene aktiv ist. „Wir haben ein gemeinsames Ziel und wollen etwas Vernünftiges auf den Weg bringen. Auf ideologische Kämpfe zieht sich da keiner zurück.“ So beschreibt Hiry die Arbeitsweise in der Selbstverwaltung. Dabei gehe es um das Vertrauen in die sozialen Sicherungssysteme. Für den Gewerkschafter und Selbstverwalter ist das ein Grund mehr, an der Sozialwahl teilzunehmen. Soziale Gerechtigkeit – dafür müsse man sich aktiv einsetzen. Hiry macht das, seit er arbeitet.