Klaus Moldenhauer

Klaus Moldenhauer (Bild: photothek)
  • Widerspruchsausschuss XI der BARMER

Aktiv für demokratisches Verständnis einstehen

Spricht man mit Klaus Moldenhauer über sein über 35-jähriges Engagement in unterschiedlichsten Gremien der Selbstverwaltung, hört man einen überzeugten Demokraten sprechen. „Wenn man Dinge erreichen will, muss man sich auch um die Mehrheiten kümmern“, sagt der gelernte Bürokaufmann, der bis zu seinem Ruhestand Personal- und Organisationsleiter bei der Kaufhof Warenhaus AG in Duisburg war. Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit geht es ihm um die „Zukunftsfähigkeit des Solidarsystems“ der gesetzlichen Krankenversicherung. „Ich will das System erhalten, denn unsere Enkel müssen auch noch etwas davon haben“, sagt er – und das sieht Moldenhauer klar als seinen politischen Auftrag.

Klaus Moldenhauer sucht die parlamentarische Auseinandersetzung. Wie in anderen Parlamenten auch, war es immer das Ziel des langjährigen Verwaltungsratsmitgliedes und Fraktionsprechers, möglichst alle gewählten Verwaltungsräte mit ins Boot zu holen. Das war es, was Moldenhauer an der Mitarbeit in der Selbstverwaltung reizte: einen Konsens durch Überzeugungsarbeit zu erreichen. Seit rund 35 Jahren macht er das, fast 15 Jahre davon auch als Mitglied bzw. Vorsitzender in einem Widerspruchsausschuss. Er weiß also, wo Versicherte der Schuh drückt. Und er weiß, wie wichtig Servicekultur ist.

„Das System ist gut, es muss nur richtig gelebt werden“ – und das heißt für Moldenhauer mitunter auch, die Einmischung von Seiten des Gesetzgebers zurückzuweisen. Wenn beispielsweise der Staat selbst in den Abschluss von Mietverträgen reinredet, geht das für den überzeugten Selbstverwalter zu weit. Die Selbstverwaltung entscheidet bei allen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung, ob es um den Haushalt oder Verträge mit Vorständen geht. Moldenhauer ist einer, dem genau das am Herzen liegt.

Es ist ihm auch wichtig, unter welchen Bedingungen Gesundheitsleistungen erbracht werden. So sind „ordentliche Arbeitsverträge mit tariflicher Bezahlung“ im Pflegebereich eine Herzensangelegenheit des überzeugten Personalers.

Und was haben die Versicherten davon? Zuschüsse zur Ostheopathie oder professionelle Zahnreinigung im Rahmen der Bonusprogramme oder Zuschüsse zu bestimmten Reiseschutzimpfungen - Moldenhauer kennt die Liste der besonderen Leistungen, für die sich die Selbstverwaltung stark gemacht hat. Leistungen, die auch die Orientierung an den aktuellen Interessen aller Versicherten und damit die Servicekultur seiner Krankenkasse zeigen. „An dieser Liste arbeiten wir weiter“, sagt er. Das Wichtigste ist ihm dabei, dass die BARMER für ihre Versicherten eine persönliche, keine bürokratische Krankenkasse ist. Das scheint für Klaus Moldenhauer der Kern seines „demokratischen Verständnisses“ zu sein: „Man muss nah an den Versicherten sein. In erster Linie bin ich Versichertenvertreter“.