Profilbild Ilka Biermann
Ilka Biermann (Bild: BARMER)
  • Mitglied des Verwaltungsrates der BARMER
  • Mitglied des Haupt- und Grundsatzausschusses
  • Fraktionssprecherin der BARMER GEK-Versichertenvereinigung
  • Diplom-Psychologin i. R.

»Man kann immer etwas für andere tun - auch im Ruhestand«

Die ehemalige Leiterin vom Jugendamt Steglitz-Zehlendorf und Chefin von 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist seit Dezember 2012 im Ruhestand. Für eine Frau, deren Familie soziales Engagement großgeschrieben hat, hört auch mit 65 die Grundeinstellung "Einsatz im Gemeinwesen" nicht auf.

Was bedeutet für die Diplom-Psychologin Ilka Biermann Ruhestand? Ihre bisher in den Beruf investierte Zeit nutzt sie jetzt natürlich für ihre bisher zu kurz gekommenen Aktivitäten – aber auch für neue, zusätzliche Ehrenamtsfunktionen. So arbeitet sie mit im Sozialverband VdK im Bezirk Berlin Steglitz-Zehlendorf und ist aktiv als externe Beraterin einer integrierten Gesamtschule. Sie ist Mitglied der Seniorenvertretung in Steglitz-Zehlendorf mit dem Schwerpunktthema Pflege. Und sie unterstützt  als Kontaktpartnerin ein Mehrgenerationenhaus sowie eine Freizeiteinrichtung beim Aufbau "Lokaler Allianzen für Menschen im Alter, insbesondere mit Demenz". Ilka Biermanns Vitalität ist ungebrochen. Ihren Leitsatz hat sie mit in ihren Ruhestand genommen: "Wenn ich was will, dann setze ich alles dran für einen erfolgreichen Abschluss".

1999 hat sich Ilka Biermann als Selbstverwalterin in den Bereich der Gesundheit eingeklinkt, weil dieBerührungspunkte mit der Jugendhilfe unübersehbar waren. Jeden Tag traf die Psychologin auf Kinder, die nicht gesund ernährt werden und unter Bewegungsmangel mit entsprechenden Folgeerkrankungen leiden. „Das war ein Grund, mich ehrenamtlich in meiner Krankenkasse zu engagieren“, erzählt Ilka Biermann, deren offensichtliche Praxiserfahrung und -nähe ein unglaubliches Potenzial zur aktiven Mitgestaltung in der BARMER GEK mit sich bringen. Nun ist sie nahtlos von der Jugendhilfe, der sie selbstverständlich nahe bleiben wird, in die Seniorenarbeit gewechselt. Und die Themen bleiben fast dieselben: Gesundheit im Alter durch Aufklärung und Prävention!

Und wie bisher liegt der Ausgangspunkt fast immer in der Beobachtung, welche konkreten Bedürfnisse und Bedürftigkeiten vor Ort bestehen. Als der eigene Vater zum Pflegefall wurde, begann sich das Verwaltungsratmitglied diesem Feld ebenso zu widmen wie bereits zuvor der Kinder- und Jugendgesundheit und dem besonderen Bereich der Frauengesundheit. „Mir war und ist wichtig, dass die Versorgung von Frauen und Männern auf deren geschlechtsspezifischen Bedingungen eine noch stärkere Spezialisierung erfährt, wie beispielsweise in der Versorgung bei Herzerkrankungen“, sagt Ilka Biermann, die sich auch für die Besetzung von Führungspositionen durch Frauen im Gesundheitsbereich und insbesondere in ihrer Kasse einsetzt.

Seit circa vierzehn Jahren arbeitet sie inzwischen im Verwaltungsrat und in verschiedenen Ausschüssen des BARMER GEK-Verwaltungsrates. Ihre wichtigste Erfahrung ist, dass sie als Vertreterin der Versicherten die Ausrichtung der BARMER GEK aktiv mitgestalten kann. Es lohnt sich insbesondere, Einfluss auf die Qualität der medizinischen Versorgung zu nehmen, meint Ilka Biermann: „Die Menschen verlassen sich auf eine hochwertige medizinische Versorgung, aber sie wissen nicht, dass dahinter hauptsächlich der Verwaltungsrat der Kasse steht.“ Dennoch wird die ehemalige Leistungssportlerin weiterhin alles dafür tun, dass das nicht so bleibt. Egal, wo sich diese zielstrebige Frau mit ihrer Kraft einbringt, ob in der BARMER GEK, früher dem Jugendamt Steglitz-Zehlendorf oder im Sport und jetzt in der Seniorenarbeit, für Ilka Biermann steht fest: Man kann immer etwas für andere tun - auch im Ruhestand!