Dieter Schröder

  • Vorsitzender des Verwaltungsrates der DAK-Gesundheit
  • Mitglied des Gesamtvorstandes des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek)
  • Stellvertretendes Mitglied des Verwaltungsrates des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband)
  • Stellvertretendes Mitglied des Fachausschusses Organisation und Finanzen des GKV-Spitzenverbandes

Ganz praktisch: Versicherte für Versicherte

„Man soll nicht alles der Politik überlassen, zumal ja über die Sozialgesetzgebung das Meiste geregelt ist. Das muss man auch mit Leben füllen. Ich bin davon überzeugt, dass dabei diejenigen, die bei einer Kasse selbst versichert sind, die Interessen der Versicherten besser vertreten können als praxis- oder versichertenferne Institutionen“, sagt Dieter Schröder. Mit seiner jahrelangen Erfahrung als Personaler weiß der Betriebswirt und heutige Geschäftsführer eines Wasserverbandes, was die Erwartungen, Sorgen und Wünsche von Versicherten sind. Schon seit den 1980er Jahren ist er in der Selbstverwaltung aktiv und gehört einer unabhängigen Mitgliedervereinigung an. Der Gemeinschaftsgedanke ist ihm wichtig: „Wir wollen uns ausschließlich für die Versicherten einsetzen. Dass alle Versicherten im Krankheitsfall eine optimale Behandlung erfahren – dafür schaffen wir die Voraussetzungen“, so Schröder.

Nah an den Menschen zu sein – ohne das funktioniert für Dieter Schröder Selbstverwaltung nicht. Dazu gehört auch, auf kritische Stimmen zu hören: Wenn jemand eine Beschwerde oder eine Kontroverse mit der DAK-Gesundheit habe, dann gebe es zum einen die Möglichkeit, über die Widerspruchsausschüsse diese Sache zu klären. „Oder er kann sich an mich als Verwaltungsratsvorsitzenden persönlich wenden oder an ein anderes Parlamentsmitglied. Bei uns finden Versicherte immer direkte Ansprechpartner – es geht ganz praktisch zu, von Versichertem zu Versichertem“, so der Verwaltungsratsvorsitzende der DAK-Gesundheit.

Dieter Schröder hat im Berufsleben als Verbandsgeschäftsführer gelernt, „wie man Menschen zusammenführt und wie man finanzielle Sachen zu beurteilen hat“. Über die Jahre hat er diese Erfahrungen in verschiedene Ausschüsse der Selbstverwaltung eingebracht. So war er auch Vorsitzender des Finanzausschusses. Ob es um Satzungsleistungen wie Reiseschutzimpfungen oder besondere Versorgungsangebote für Diabetiker geht, die Zahl und Ausstattung von Servicestellen oder Personalfragen – immer gilt für Schröder: „Ich bin ein Mann der Praxis und will so Entscheidungen treffen“.

Dass die Selbstverwaltung auch im Sinne der Versicherten entscheiden kann, fordert eine entsprechende Entscheidungsfreiheit. Aber die sieht Schröder durch die Politik immer wieder gefährdet: „Die Politik hat ja über die Jahre immer versucht, Einfluss auf die Selbstverwaltung zu nehmen. Das ist ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel. Es ist unsere Rolle als Selbstverwalter, hier gegen zu halten“, so Schröder.

Langfristig sieht er die Politik in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass es wieder eine paritätische Beitragsfinanzierung gibt. „Es kann nicht sein, dass der Arbeitgeberbeitrag eingefroren wird und alle Kostensteigerungen, die auch durch Gesetzesänderungen kommen, allein zu Lasten der Versicherten gehen“, so der Verwaltungsratsvorsitzende. Als solcher setzt er sich politisch auch für faire Wettbewerbsbedingungen unter den gesetzlichen Krankenkassen ein. „Wir müssen über den Finanzausgleich so viel bekommen, wie unsere Patienten für eine optimale Versorgung brauchen.“ Hier spricht ein Versicherter der DAK-Gesundheit für alle anderen Versicherten.