Cord Peter Lubinski

Cord Peter Lubinski (Bild: Bildarchiv DRV Bund, Terbach)
  • Alternierender Vorstandsvorsitzender für die Gruppe der Versicherten bei der Deutschen Rentenversicherung Bund
  • Mitglied im Bundesvorstand der Deutschen Rentenversicherung Bund- Alternierender Vorsitzender des Ausschusses für Rehabilitations-, Renten- und Versicherungsangelegenheiten des Vorstandes
  • Mitglied im Personalausschuss des Vorstandes
  • Mitglied im Ausschuss für Rehabilitation des Bundesvorstandes
  • stellv. Mitglied im Ausschuss zur Prüfung der Jahresrechnung des Vorstandes- stellv. Mitglied im Fachausschuss für Rehabilitation

»Starke Stimme, starker Rückhalt«

„Der Haushaltsplan der Deutschen Rentenversicherung Bund bedarf nicht der Genehmigung durch die Bundesregierung. Das Budgetrecht liegt allein bei uns, der Selbstverwaltung!“ – so klingt es, wenn Cord Peter Lubinski der Vertreterversammlung den milliardenschweren Haushaltsplan vorstellt. „Die Selbstverwaltung gibt der Rentenversicherung eine starke Stimme“, sagt der gelernte Außenhandelskaufmann. Da spricht ein Sozialversicherungsexperte, der sich schon immer politisch eingemischt hat – der schon immer aktiv mitgestaltet hat.

Cord Peter Lubinski hat sich in seinem mittlerweile über 40-jährigen ehrenamtlichen Engagement in der Kommunalpolitik und seiner Gewerkschaft ebenso eingesetzt wie in Selbstverwaltungsgremien der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) und der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG). Er hat Erfahrung darin, sozialen Belangen eine starke Stimme zu verschaffen. Als Selbstverwalter und Politiker weiß er, dass das nur durch einen starken Rückhalt funktionieren kann.

Wie vielfältig und einfallsreich die Menschen vor Ort ehrenamtlich aktiv werden – das motiviert Cord Peter Lubinski bis heute. „Bürgerschaftliches Engagement“ nennt es der überzeugte Selbstverwalter. Denn in der Selbstverwaltung „nehmen Bürger als Versicherte und Arbeitgeber ihre Belange selbst in die Hand“, so Lubinski. Dabei geht es immer auch um ein sehr persönliches Engagement. „Wenn sich zum Beispiel 2.600 ehrenamtliche Versichertenberaterinnen und -berater Woche für Woche um die Sorgen und Fragen von Versicherten in ihrer Umgebung kümmern – von Fragen der Rehabilitation bis zur Hinterbliebenenrente – dann ist das die stärkste Form gelebter Demokratie, die ich mir vorstellen kann“, betont Lubinski.

Zu dieser demokratischen Kultur gehört für Cord Peter Lubinski die Urwahl der Selbstverwaltung dazu: „Ein Versicherter, eine Stimme“ – das ist seine Devise. Er begrüßt die Aussage im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD für diese Legislaturperiode, dass die Auswahlmöglichkeiten durch mehr Direktwahlen verbessert werden sollen.

Die Unabhängigkeit, die sich die gesetzliche Rentenversicherung durch ihre Selbstver­waltung erhalten konnte und kann, nennt Lubinski in Zeiten von Weltfinanzkrisen einen „Stabilitätsanker in unruhiger See“. Zur Stabilität gehört das nachhaltige Wirtschaften. „Die Selbstverwaltung kann das, das hat sie über Jahrzehnte bewiesen“, sagt da der Politiker Lubinski. Er tritt vehement dafür ein, dass die Deutsche Rentenversicherung Bund deutlich mehr Aufgaben und Entscheidungsspielräume erhält. Mehr Subsidiarität – also die eigenverantwortliche Übernahme sozialer Aufgaben an Stelle des Staates – und nicht Einmischung staatlicher Einrichtungen. Das ist für Lubinski das Gebot der Stunde. „Damit, da sind wir uns sicher, werden wir auch den Interessen der Versicherten mit Sachkunde noch besser dienen können als schon heute“, so der Selbstverwalter.

Wenn Cord Peter Lubinski als alternierender Vorsitzender für die Gruppe der Versicherten dann alljährlich die Aufwendungen beispielsweise für Rehabilitation, Verwaltungskosten oder Investitionen prüft, ist der Kaufmann gefragt. Alle wichtigen Fragen gehen bei der Deutschen Rentenversicherung sozusagen über den Tisch der Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter. Sie beschließen Haushalte von Versicherungsträgern, also die Einnahmen und Ausgaben, und treffen wichtige Entscheidungen in den Bereichen Finanzen, Personal, Leistungen, Organisation und Rehabilitation.

Außerdem bringt die Selbstverwaltung im Vorfeld gesetzlicher Neuregelungen die Sicht der Betroffenen in die politischen Entscheidungsprozesse mit ein. Auch das zählt für den Politiker Lubinski zum „starken Rückhalt“, den es braucht. Als Vertreter für die Gruppe der Versicherten ist er im Sozialbeirat vertreten, dem ältesten Beratungsgremium für die gesetzgebenden Körperschaften und die Bundesregierung in Deutschland.