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Marion Tögel

Marion Tögel: "Ich übernehme gern Verantwortung"

Marion Tögel

Die Technische Zeichnerin und Konstrukteurin Marion Tögel hat schon viele Jahre bei dem internationalen Konzern Linde, mit Sitz in München, als ehrenamtliche Betriebsrätin gearbeitet, bevor sie 1987 erstmals im Verwaltungsrat der Techniker Krankenkasse ehrenamtlich tätig wurde. Somit war ihr die beratende Tätigkeit gegenüber Kolleginnen und Kollegen schon aus dieser Funktion bekannt.

Die 61-Jährige wollte immer wissen, wo die Ursachen von Problemen liegen, wie man etwas verändern kann und wo man konstruktiven Rat bekommt. "Das hat mich auch dazu gebracht, dass ich mich sozialpolitisch engagiert habe", sagt Marion Tögel, die gern auf die vielen positiven Erfahrungen zurückblickt, die sie bisher in der Selbstverwaltung gesammelt hat.

Auf die Einmischung der Politik in die Selbstverwaltung und die Einengung ihrer Gestaltungsspielräume reagiert Tögel mit Unverständnis, aber sie lässt sich nicht entmutigen. Selbstverwaltung ist für sie ein Erfolgsmodell gegenüber rein staatlicher Lenkung. Wenn es darum geht, ob eine bestimmte Leistung bewilligt werden kann, stößt man an rechtliche Grenzen, aber in Auslegungsfragen findet sich dennoch immer mal wieder eine Tür. Engagiert schildert Marion Tögel: "Nach diesen Möglichkeiten suche ich in Abstimmung mit den hauptamtlichen Mitarbeitern der Techniker Krankenkasse, solange, bis sich diese Tür für den Versicherten öffnet." Sicher, manchmal gibt es auch Menschen, die sich auf eine bestimmte Leistung so sehr fixieren, dass sie Alternativen nicht akzeptieren. Dann kann auch die verantwortungsbewusste Selbstverwalterin leider nicht helfen. "Aber damit kann ich gut umgehen", versichert sie.

Die häufigsten Fragen an sie gehen in Richtung Versicherungspflicht: Kann ich von der Privaten in die Gesetzliche wechseln? Wie ist das mit der Familienversicherung? Aber auch nach bestimmten Leistungen wie Reha-Kuren oder besonderen Behandlungsmethoden wird oft gefragt.

Nicht selten benötigt Marion Tögel Expertenwissen, das sie sich bei Schulungen, in Gesprächen mit dem Hauptamt der TK oder auch ihrer Gewerkschaft IG Metall zugänglich macht. Sie widmet ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit wöchentlich etwa fünf bis zehn Stunden. "Das empfinde ich nicht als Last, denn ich möchte helfen und mich für die Versicherten einsetzen. Das erfüllt mein Leben mit Sinn und ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas anderes, Privates vernachlässige."

Zum Glück hat sie einen Partner, der ähnlich eingestellt ist: "Wir denken nicht nur an uns selbst. Wir übernehmen gerne Verantwortung für die Belange anderer."