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Leni Breymaier

Leni Breymaier: Multiplikatorin für Gerechtigkeit

Leni Breymaier

"Ich bin eine Multiplikatorin", erklärt Leni Breymaier und meint damit auch ihre Tätigkeit in der Selbstverwaltung der BARMER GEK, die sie seit 1999 mitgestaltet. Der gelernten Einzelhandelskauffrau geht es um Gerechtigkeit, die die Teilhabe aller Menschen an einem Leben in Würde ermöglicht.

Ungerechtigkeiten konnte die Ulmerin schon als junge Frau nicht leiden. Und so ist ihr klares Eintreten für die gesetzliche Krankenversicherung nur konsequent: "Ich trete für die solidarische Krankenversicherung ein: Die Jungen stehen für die Alten, die Reichen für die Armen und die Gesunden für die Kranken ein." Für andere eingesetzt hat sie sich schon als Teenager – als Klassen- und Schulsprecherin. In der Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau war sie zunächst als Jugendvertreterin und später als Betriebsrätin aktiv. Von da aus war der Schritt zur Hauptamtlichkeit nicht weit. Die nebenberufliche Betriebsrätin wurde zunächst hauptamtliche Gewerkschaftssekretärin und später ver.di-Chefin von Baden-Württemberg – mit ausgeprägter ehrenamtlicher Netzwerkarbeit auf lokaler und regionaler Ebene "nebenbei".

Besonders bezeichnend für Leni Breymaiers sozialpolitisches Wirken ist die von ihr ins Leben gerufene "Qualitätsoffensive Brustkrebs", die sich für eine bessere Früherkennung, Ursachenforschung, Behandlung und Nachsorge stark macht. Ganz im Sinne ihrer Überzeugung als Verwaltungsrätin der BARMER GEK: "Wir müssen in Zukunft eine ‚geschlechtssensible’ Gesundheitspolitik machen, die Rücksicht darauf nimmt, dass Frauen und Männer beispielsweise auf bestimmte Medikamente unterschiedlich reagieren."

Breymaiers Engagement in der Selbstverwaltung gründet neben ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn noch auf der festen Überzeugung, "dass die gesetzliche Versicherung ein Wert an sich ist!" Dies sind ihre Hauptbotschaften als Multiplikatorin, die sie gleichermaßen mit schwäbischer Bodenständigkeit, Humor und politischem Sachverstand verfolgt.