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Harald Schulte

Harald Schulte: Verbandsmanager mit Pioniergeist

Harald Schulte

Mitglied des TK-Verwaltungsrates, Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses der TK, Mitglied des Gesamtvorstandes des Verbandes der Ersatzkassen, Vorstandsmitglied der Deutschen Rentenversicherung Bund, alternierender Vorsitzender im Organisations- und Bauausschuss der Deutschen Rentenversicherung Bund - bei der Aufzählung der vielen ehrenamtlichen Aufgaben in der Selbstverwaltung wird schnell klar: Dieser Einsatz ist nicht in ein paar Stunden in der Woche zu schaffen. "Eigentlich habe ich einen Fulltime-Job, gut, dass ich Rentner bin, sonst ginge das gar nicht", sagt der 74-Jährige.

Dieter F. Märtens hatte seinen Einstieg in die Selbstverwaltung bereits 1959 als Student an der Bau- und Ingenieurschule Bremen, damals engagierte er sich im ASTA - der studentischen Selbstverwaltung der Hochschule. Von diesem Ehrenamt wechselte der spätere Ingenieur dann in den ehrenamtlichen Vorstand der Techniker Krankenkasse, für deren Versicherte er sich noch heute einsetzt. 1993 kam auch noch das Engagement für die Versicherten und Rentner der Deutschen Rentenversicherung Bund hinzu. "Wer einmal damit angefangen hat, sich um die Probleme von Menschen zu kümmern und sich mit gesellschaftspolitischen Themen zu beschäftigen, der hört nicht mehr auf", begründet Dieter F. Märtens seinen aufwändigen Einsatz.

Im Austausch mit Versicherten sieht er sich als "Kümmerer" und Vermittler. So setzt er sich gern mit der Verwaltung seiner Krankenkasse auseinander, damit Bescheide nicht nur juristisch stichfest sind und so den Ansprüchen der Verwaltung genügen. Sie müssen auch so formuliert sein, dass der Versicherte sie wirklich versteht. Ihm ist wichtig, dass die Krankenkasse sich mehr um die Kunden kümmert, zum Beispiel, indem die telefonische Erreichbarkeit ausgedehnt wird. "Denn schließlich ist die Betreuung vor Ort doch so wichtig für die Versicherten!", so der Selbstverwalter.

Besonders spannend sind für Dieter F. Märtens organisationspolitische Fragestellungen, wie sie in den Fachausschüssen oder im Verwaltungsrat gestellt werden. Ein Beispiel: die Versichertenkarte der Krankenkasse, mit der Patienten beim Arztbesuch nachweisen, dass sie krankenversichert sind. Auch hier ging es dem Selbstverwalter darum, sich für die Versicherten einzusetzen: Die Daten des Versicherten müssen entsprechend geschützt sein. "Gerade bei politischen Fragen sind unsere Möglichkeiten der Mitsprache vielleicht begrenzt - doch wir können den Finger in die Wunde legen", sagt der Selbstverwalter lachend.