Georg Hupfauer
Georg Hupfauer: "Aufsichtsrat im Dienste der Versicherten"
Georg Hupfauer

Georg Hupfauer
"Alles, was sich entwickelt, wird von uns kontrolliert und hinterfragt. Wir sind also so etwas wie der Aufsichtsrat im Auftrag der Versicherten", sagt Georg Hupfauer, wenn man ihn über seine Arbeit im Ausschuss für Rehabilitations-, Renten- und Versicherungsangelegenheiten der Deutschen Rentenversicherung Bund befragt. "Wir üben nötigenfalls auch Druck auf die hauptamtliche Verwaltung aus und sorgen so dafür, dass schnell und effizient, gleichzeitig aber auch gründlich gearbeitet wird." So trete er der Verwaltung auch schon mal auf die Füße, wenn diese Vorschläge für die Modernisierung in einer der vielen Rehabilitationskliniken der Deutschen Rentenversicherung Bund macht.
Herr Hupfauer betont, dass es ihm immer darum gehe, die bestmögliche Entscheidung für die Versicherten zu treffen, die gleichzeitig auch langfristig gedacht sein müsse: "Es bringt nichts, wenn man heute bei Umbauarbeiten für eine Klinik spart, dadurch dann in fünf Jahren aber erneut Erneuerungen notwendig werden, die dann viel kostenintensiver ausfallen. Dazu müssen wir auch kontrollieren, wie sich eine solche Renovierung künftig auf die durchschnittlichen Pflegesätze auswirkt und ob diese dann noch vertretbar ist", sagt der
56-Jährige.
Die Selbstverwaltung der Sozialversicherung hält der ehemalige Journalist für essenziell, da so die Erfahrung der Versicherten täglich in die Arbeit der Deutschen Rentenversicherung Bund einfließen.
"Für meine Aufgaben in der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund berufe ich mich auf den gesunden Menschenverstand", sagt Hupfauer. "Da frage ich auch schon mal meinen Hausarzt, nach seiner Einschätzung.Es geht immer darum, sich ein möglichst differenziertes Bild zu schaffen."
Die Arbeit in der Selbstverwaltung nehme zusätzlich zum Sitzungstermin etwa eineinhalb Tage im Monat in Anspruch, man müsse sich kontinuierlich über die Arbeit in der Vertreterversammlung auf dem neuesten Stand halten. Etwa über relevante Beschlüsse der Politik oder Satzungsänderungen bei der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Bei der Sozialwahl 2011 kandidiert Georg Hupfauer für den Verwaltungsrat der BARMER GEK, in dem er momentan stellvertretendes Mitglied ist. "Für diese Amtszeit haben wir uns vorgenommen, gezielt junge Menschen anzusprechen und sie für ein Engagement in der Selbstverwaltung zu begeistern", sagt er.
Über seine Tochter habe er erlebt, dass sich junge Menschen durchaus für die Themen der Sozialen Sicherheit interessieren. Sie engagiert sich bereits im Widerspruchsausschuss des Verwaltungsrates bei der BARMER GEK für die Interessen der Versicherten.


